Gefährten Belegaers
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Die Reise der Elben von Meluinen nach Duillont

Valimaro
(@valimaro)
Verwandter der Gefährten
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Nachdem wir von den ansässigen Elben aus Meluinen erfahren hatten, dass die weise Ahandiel schon etliche Jahrhunderte nicht mehr in den Elbensiedlungen der nördlichen Höhen verweilt und gen Süden in Richtung der Grauen Anfurten mit einer Gesandtschaft aufgebrochen sei, ließen wir unsere Vorräte aufstocken, gaben unseren Pferden ausreichend Zeit, um sich auszuruhen, nur um dann wieder in Richtung Süden aufzubrechen. Es galt nun, die Elbin Ahandiel an den Gestaden der Grauen Anfurten abzupassen, wobei uns der Elb Nardel, den wir in Meluinen antrafen, dazu riet, in den Elbenniederlassungen im Blauen Gebirge nachzufragen. Und so brachen wir kurz nach Sonnenaufgang auf, um das Licht des neuen Tages ausnutzen zu können.

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Auf unserer ersten Wegstrecke, die durch den Wald von Lin Giliath nahe Meluinen führte, machten unsere Pferde tiefe Fährten im grünen Tann und wir kamen sehr schnell voran, sodass wir noch vor Einbruch der Dämmerung die Ruinen von Merenost passierten, unter deren Trümmern sich die Höhlen von Taur Gonwaith verbergen, aus denen bei der Dunkelheit des Waldes finstere Kreaturen emporsteigen und des nachts ihr Unwesen im Wald von Lin Giliath treiben. Auch ließen wir die mit Bilwissen und Orks verseuchten Gebiete von Nan Wathren im Osten hinter uns und durchquerten die nördlichen Höhen nicht an diesen Stellen, um auch keine Aufmerksamkeit auf uns zu lenken.

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Kurz bevor die Dämmerung einsetzte, erreichten wir die Ufer von Nen Harn und schlugen unser Lager für die Nacht am östlichen Ufer des Sees auf. Hier waren wir großflächig geschützt und konnten alle möglichen Richtungen gut einsehen und selbst der Ausblick über das spiegelklare Wasser war fast bis zu den Inseln in der Mitte des Sees möglich. An diesem Abend lachten und sangen wir viel und tauschten Geschichten miteinander aus, die vor allem Anekdoten über ehemaligen Weggefährten beinhalteten. Besonders auffällig dabei waren die Geschichte, die über die Waldelben aus Rhovanion erzählt wurden. In all der Zeit hatten Beririel und Argyledir ein wachsames Auge auf die Spuren, die wir hinterließen. Allerdings waren wir relativ sicher, dass niemand uns folgte. Wir waren abermals alleine auf Reisen.

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Am nächsten morgen informierte uns Argyledir, dass wir die den Nen Harn entlang des südlichen Ufers in westlicher Richtung entlang reiten würden. Diese Wegstrecke wurde ausgewählt, weil wir erneut die großen Ansiedlungen der Menschen im Breeland, wie Bree selbst, aber auch Stadel und Archet sowie Schragen umgehen wollten.

 

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Nach etlichen Stunden des Galopps hatten passierten wir die westliche Uferseite des Sees nahe der östlichen Breefelder und hatten den großen Chetwald in unserem Rücken und in südwestlicher Richtung. Wir bremsten unsere Pferde und bereiteten ein Lager an dieser Stelle vor, da wir nicht riskieren wollten, des Nachts auf der Oststraße von Menschen gesehen zu werden. An diesem Abend planten wir unsere weitere Reise durch das Breeland und diskutieren die vielen Möglichkeiten, die sich uns hier anboten. Letztlich entschieden wir uns dafür, über den Wildwald in Richtung des Auenlandes zu reisen, um möglichst unbemerkt weiterreisen zu können. Schließlich wollten wir keine schlafenden Hunde wecken oder sprichwörtlich die Pferde verrückt machen. Je weniger Menschen oder Wesen von unserer Reise wussten oder uns sehen würden desto besser.

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Mit der aufgehenden Sonne brachen wir in Richtung Wildwald auf und nahmen die Strecke durch die nördlichen Breefelder entlang der sogenannten Rossfelder und hielten uns etwas abseits von Gehöften und den großzügigen Bauernhöfen, wie dem Hengstacker Hof, den wir in nordwestlicher Richtung passierten. Bald schon würde die große Oststraße in unsere Sichtweise kommen.

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Nahe der Grenze zum Wildwald in den Breelanden überquerten wir flüchtig die große Oststraße und schlugen unweit einiger Hügel unser Lager auf, um hier zu rasten, ganz in der Nähe des Verstecks von Cirith Nûr, ein Räuberlager, das lange als ungenutzt halt, jetzt aber wieder aktiv in Betrieb genommen wurde. Der Wildwald ist äußerst belebt, seitdem die Breeländer diese Region für sich entdeckt hatten, sodass wir lieber rasten wollten, um nicht unnötigerweise mit den hiesigen Menschen in Kontakt treten zu müssen. Das würde uns Arbeit und Zeit ersparen.

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Als der nächste Morgen schließlich angebrochen war, reisten wir weiter in Richtung Brandywein-Fluss abseits der bekannten Wege durch den Wildwald. Wir kamen beispielsweise an der Siedlung Cothfast vorbei, die als zentrale Anlaufstelle für die hiesigen Holzfäller im Wildwald gilt.

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Als die Sonne bereits ihren Höchststand überschritten hatte, kamen wir am Händlerkai an, einem Außenposten der hiesigen Fischer und Holzfäller, die von hier aus ihre Waren aber auch Passagiere ein- und ausschifften. Um nicht zu großes Interesse zu erregen, warteten wir bis zum Einbruch der Nacht und erkundeten hier eine abgelegene Wasserstelle, die seicht war, um unsere Pferde über den Brandywein in Richtung Bullenrasslers Wiese in Evendim zu führen. Argyledir konnte einem Einsiedler ein kleines Ruderboot für einige Stunden abtrotzen und bezahlte den älteren Mann für diese Leihgabe. In das Boot luden wir die Ausrüstung sowie den Proviant, den unsere Pferde an ihren Satteltaschen trugen. Rodviel übernahm zusammen mit Mallengliel das Führen des Bootes während wir übrigen die Pferde über den Fluss führten.

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Endlich auf der anderen Uferseite angekommen gönnten wir unseren Pferden, die diese Kraftanstrengung gemeistert hatten, eine wohltuende Rast am Strand und schlugen hier ein Lager auf, das von allen Seiten aus gut eingesehen und bewacht werden konnte. In der Nacht drangen Lieder und lautes Gelächter vom Händlerkai an unsere Ohren und ich erinnere mich gut, dass vielleicht einer oder auch zwei unserer Gefährten dem Stimmengewirr in der Ferne lauschte und sich an der Freude der Menschen beköstigte.

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Am nächsten Morgen sattelten wir unsere Pferde, die nun ausreichend geruht hatten, und ritten in Richtung der Grenze zum Auenland immer am Ufer des Brandywein und nahe des Dorfes Hafergut auf Bullenrasslers Wiese vorbei. Der Fluss fraß sich hier stetig in die Landschaft wurde aber immer kleiner. 

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Schließlich passierten wir die Grenze am Nordbrücken-Gau oder auch dem als Nordviertel ausgewiesenen Landesteil des schönen Auenlandes. Als wir dann nach weiteren Stunden die weite grüne Flur des sogenannten Grünfeldes erreichten wollten wir uns an der hiesigen Landschaft erfreuen und rasteten mitten in einem weiten Blumenmeer und genossen die umliegende Natur mit ihren satten und kräftigen Farben. An diesem Abend tanzten und lachten wir viel und erfreuten uns alle am Sein in dieser farbenfrohen Welt, trotz der Aufgabe, die uns immer noch anvertraut und die wir zu erfüllen bereit waren.

 

 

 

Zitat
Themenstarter Veröffentlicht : 17/08/2021 2:28 pm
Mallengliel und Halldin gefällt das
Valimaro
(@valimaro)
Verwandter der Gefährten
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Nach unserer Rast ritten wir auf den Straßen der Hobbits in Richtung der Ortschaft Dachsbauten und begrüßten die örtlichen Grenzer, die uns zunächst argwöhnisch, dann aber sehr freundlich in Empfang nahmen und uns halfen, eine schnelle Wegstrecke in Richtung der Blauen Berge zu planen. In Dachsbauten hielten wir uns ein paar Stunden auf und genossen auch eine Mahlzeit in der hiesigen Schenke, dem Gasthaus Pflug und Sterne, weil wir gemeinsam entschieden, dass die Hobbits unsere Anwesenheit bereits am Abend würden vergessen haben, so wie sie sich eben auch nur für sich selbst und ihr Essen interessierten. Und wir sollten auch Recht behalten.

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Nach unserer Stärkung in Dachsbauten verließen wir die Smials der gastfreundlichen Hobbits in südwestlicher Richtung und ritten zunächst durch den Schieferntonwald. Unser nächstes Etappenziel war die Region Oberbühl nahe des Binsenmoores, das an die Regionen der Blauen Berge angrenzte.

 

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Endlich im Binsenmoor angekommen mussten wir unser Tempo etwas zügeln, da wir nicht im Morast und Wasser versinken wollten und lebendig in den Ered Luin ankommen wollten.

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Nach ein paar Stunden erreichten wir schließlich die nördlichste Ansiedlung der Hobbits im Westviertel des Auenlandes - Nadelhohl, eine abgelegene und unscheinbare Ortschaft an der Grenze zum Blauen Gebirge.

Hier kehrten wir für das Ende des Tages ein und ließen unsere Pferde von den freundlichen Gastgebern versorgen währenddessen wir mit den lokalen Grenzern sprachen und uns nach möglichen Gerüchten der Grenzregion erkundigten. An diesem Abend feierten wir mit den Hobbits und ließen auch etwas Musik erklingen, denn wir wussten, dass die freundlichen Halblinge uns schnell wieder vergessen würden und außerdem sprachen wir kein ernsthaftes Wort mit den Hobbits, sondern ließen sie im Unklaren darüber, was wir beabsichtigten und das war auch nur recht und billig so.

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Am nächsten Morgen überquerten wir die Brücke, die in die zugänglichen Pässe des Blauen Gebirges führte und überschritten die Westgrenze des Auenlandes.

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Nach etlichen Stunden, in denen wir das Hochland der Ered Luin durchquerten, erreichten wir schließlich die Region Falathlorn, in denen unser Volk fast an den Gestaden Belegaers siedelt.

Wir hielten schließlich an einer Wegkreuzung, die Reisende dazu einlud, nach "Nan Agor" zu reisen, einem offenbar verheißungsvollen Ort, der von den sogenannten Faladhrim besiedelt wurde, die wiederrum angeblich von einem mächtigen Fürsten, dessen Namen wohl niemand aussprechen kann, regiert wurden. Jedenfalls versprach das ein kleineres, wohl mit Menschenhand bekritzeltes Schild, was neben dem Wegweiser in den Boden eingelassen worden war und etwas windschief und halbherzig wirkte.

Kurzerhand legten wir also keine Rast in Nan Agor ein, sondern verstanden diesen Hinweis eher als Warnung für Reisende - wir ritten also weiter und schmunzelten bei dem Gedanken daran, es würde ein sagenumwogenes Volk dort siedeln, aber wer ergötzt sich nicht gerne an Märchen und Fantastereien?

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Nach weiteren Wegstunden auf unseren Pferden erreichten wir schließlich die Siedlung Duillont, in der wir uns nach Ahandiel erkundigen wollten.

Wir waren angekommen.

 

 

AntwortZitat
Themenstarter Veröffentlicht : 17/08/2021 2:59 pm
Mallengliel und Halldin gefällt das